Arnold Schönberg

Innovator der Musik, Meister der Malerei und Pionier der Zwölftontechnik 

Arnold Schönberg war nicht nur ein bedeutender Komponist und die Leitfigur der zweiten Wiener Schule, er war auch Schriftsteller, Lehrer, Theoretiker, Maler und Erfinder.

Geboren in der Wiener Leopoldstadt als Kind einer jüdischen Familie, war sein Leben geprägt von den Ereignissen des Jahrhunderts. Zugleich wurde Schönberg zu einem wachsamen und kompromisslosen Mitgestalter der Epoche.
Mit den Klassikern Bach, Mozart und Beethoven bis hin zu Brahms und Wagner, galt ihm die Musik als „tönender Ausdruck der Menschenseele“. Schließlich schaffte er als Vordenker der Zwölftonmethode den Weg in die Moderne frei und entführte seine Zeitgenoss:innen in neue Sphären.

Mit dem 10. Juli 2024 eröffnete die Kabinettausstellung ganz im Rahmen seines Schaffens und Lebens in Kooperation mit dem Arnold-Schönberg-Center Wien und folgt seinen Spuren auf einer Entdeckungsreise zu seinen Wohn- und Wirkungsorten: Von Wien über die Großstädte Europas führte ihn sein Weg ins Exil bis in die Filmmetropole Hollywood.

Werkstattdokumente zeigen den einfallsreichen Denker, dessen Erfindungskraft auch vor dem Schachspiel nicht Halt machte. Ausdrucksstarke Portraits und malerische Visionen lassen seine Stimme im österreichischen Expressionismus hörbar werden. Skizzen und andere Handschriften führen die intuitive Seite des Klangschöpfers vor Augen, stets auf der Suche nach einer unerhörten Musik. In Originalaufnahmen seiner Stimme kommt der Komponist auch selbst zu Wort: In 16 verschiedene Sprachen übersetzt, vermittelt der Film „Wer ich bin“ ein lebendiges Bild des Künstlers und Menschen.

Bis zum 6. Jänner 2025 können die Gemälde, Handschriften und Erfindungen des einflussreichen Denkers im Haus der Musik erkundet werden.

Am Foto: © Hanna Pribitzer | v.l.n.r.: Lucas Krieger, Eike Feß, Dr. Ulrike Anton, Dir. Simon K. Posch